Steph Curry hat vier NBA-Titel. Er gilt als der beste Werfer der Basketballgeschichte. Und trotzdem sagt er offen: „You have doubts about yourself, or you have impostor syndrome at times."
Viele glauben, Selbstzweifel verschwinden mit dem Erfolg. Mit dem nächsten Titel. Mit der nächsten Beförderung. Mit dem größeren Unternehmen. Sie verschwinden nicht.
Sie wechseln nur die Bühne.
71 % der US-CEOs kennen das Impostor-Syndrom (Korn Ferry, 2024). Bei weiblichen Führungskräften sind es sogar 75 % (KPMG). Je größer die Verantwortung, desto lauter wird bei vielen der innere Kritiker.
Warum mich das als Stimm- und Kommunikationstrainerin beschäftigt? Weil Selbstzweifel hörbar werden: in den Worten, in der Außenwirkung und vor allem in der Stimme.
Wer denkt: „Ich gehöre eigentlich nicht hierher", spricht oft höher. Schneller. Vorsichtiger. Plötzlich tauchen Wörter auf wie eigentlich, vielleicht oder ich glaube. Die Kompetenz ist da, aber sie klingt nicht danach.
Natürlich kann ich Menschen zeigen, wie sie kurzfristig souveräner wirken. Ruhiger sprechen. Besser atmen. Sicherer auftreten. Doch das reicht nur für den Moment.
Die Stimme lügt nie. Sie verrät, was im Kopf passiert. Echte Souveränität entsteht nicht, indem wir Selbstzweifel überspielen, sondern indem wir verstehen, woher sie kommen.
Erst wenn wir uns selbst bewusst sind, werden wir selbstbewusst. Und genau das hört man.
Deshalb gehören der innere Kritiker und das Impostor-Syndrom für mich fest ins Training.
Woran merkst du bei dir, dass der innere Kritiker gerade das Mikrofon übernommen hat?